Beurteilung Friedrich Gottschalk
Beurteilung  
Betreff:
SS-Hauptsturmführer Friedrich Gottschalk


SS-Hauptsturmführer Gottschalk ist am 1.5.1932 in die NSDAP eingetreten, von Mai 1932 bis April 1934 gehörte er ausserdem der SA an. Für den SD arbeitet Gottschalk seit April 1934, seit 1.9.1934 ist er hauptamtlich tätig. m 1.4.1937 wurde er mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Stabsführers beim damaligen SD-Unterabschnitt Liegnitz, am 1.1.1938 beim damaligen SD-Unterabschnitt Pommern-West beauftragt. Am 24.4.1939 wurde G. als Stabsführer zum SD-Leitabschnitt Berlin kommandiert und am 23.1.1940 in gleicher Eigenschaft versetzt. Zwischendurch war SS-Hauptsturmführer Gottschalk SD-Einsatzkommandos im Protektorat Böhmen-Mähren zugeteilt.

SS-Hauptsturmführer Gottschalk verfügt auf Grund seiner bisherigen Tätigkeit über gute Erfahrungen in der SD-Arbeit und ein ordentliches Allgemeinwissen, das er tändig zu erweitern trachtet, wobei er einen gesunden Ehrgeiz erkennen läßt. Während seiner Tätigkeit beim SD-leitabschnitt berlin ht er sich durch anerkenneswerten Fleiss und zuverlässige Arbeitsweise ausgezeichnet. Sein Auftreten ist bestimmt und sicher, bei Verhandlungen mit offiziellen Dienststellen und beim Verkehr mit V-Männern zeigt er das notwendige Geschick und versteht es, sich durchzusetzen.

In charakterlicher Hinsicht sind seine anständige und saubere Haltung, seine Zielstrebigkeit und seine Kameradschaftlichkeit hervorzuheben. Die sportlichen leistungen von SS-Hauptsturmführer Gottschalk liegen über dem Durchschnitt, er besitzt das SA-Sportabzeichen, das Reichssportabzeichen und das Reiterabzeichen.

Der Führer des SD-Leitabschnittes Berlin
(Weinmann)
SS-Obersturmbannführer

 
Brettheim 1945 - große Ansicht
große Ansicht Brettheim, 1945

www.brettheimmusum.hohenlohe.net
Der Fall "Brettheim", einem kleinen Ort im Hohenlohischen bei Rothenburg ob der Tauber, zeigt das dramatische Geschehen aus den letzten Kriegstagen, in denen mehr Tapferkeit dazu gehörte die weiße Fahne zu zeigen als weiterzukämpfen. Als die US-Panzer vor dem Ot stehen, wollen drei Brettheimer ihr Dorf vor Zerstörung retten und entwaffnen vier Hitlerjungen. Der Bauer Hanselmann wird wegen seiner Beteiligung noch in der gleichen Nacht zum Tod verurteilt. Der Bürgermeister Gackstatter und der Ortsgruppenleiter Wolfmeyer weigern sich, das Urteil zu unterzeichnen und werden ebenfalls zum Tode verurteilt. Alle drei Männer von Brettheim werden am 10. April 1945 an den Friedhofslinden aufgehängt, die Abnahme der Leichen wird von der SS vier Tage lang verhindert.

SS-Obersturmbannführer Gottschalk hält Standgericht. Sein General, der SS-Obergruppenführer Max Simon, hat ihm befohlen "die Schweinerei von Brettheim auszuräumen". Jeder Volkssturmmann wird verhört. Gottschalk schreit: "Ich lege Sie um, auf einen mehr oder weniger kommt es jetzt auch nicht mehr an". Der SS-Mann droht das ganze Dorf niederzubrennen, wenn sich der "Verräter" nicht meldet.

Die Geschichte von Brettheim wurde beispielhaft von der Rothenburger Realschulfilmgruppe von Thilo Pohle dokumentarisch aufgearbeitet, sie hat auch in die Lehrerfortbildung Eingang gefunden. Am Ort des Geschehens erinnert ein Museum an das tragische Geschehen.


© 2000-2018 rolf diba, letzte Aktualisierung: 15.10.2003 16:03 Uhr

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