1933: Perversion deutscher Bürokratie:

Rassengesetze


In den Bestimmungen als Ausfluß der Rassengesetzgebung treiben die Auswüchse deutscher Bürokratie unglaubliche Blüten. Für die "Feststellung der arischen Abstammung bis zu den Ururgroßeltern" gibt es Vordrucke, die gewissenhaft auszufüllen sind. Ohne den Nachweis rein-arischer Vergangenheit ist in vielen Berufen kein Fortkommen mehr möglich, andererseits existieren noch bis in höchste Berliner Nazi-Kreise deutsch-jüdische Mischehen.

Die Perversion der Nazi-Ideologie mit ihrem Rassenwahn zeigt sich u.a. in einem Beitrag von Reichsgerichtsrat Dr. Schwarz, der 1936 in der deutschen Juristenzeitung schreibt:

"Das Delikt der Rassenschande ist auch zwischen rein Deutschblütigen denkbar.... wenn nämlich ein deutschblütiger Mann mit einer deutschblütigen Frau in Beziehung steht, sich jedoch dabei im Glauben befindet, es handle sich hier um eine Jüdin".

Das in Nürnberg verkündete "Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" hat den Terror gegen die Juden verschärft. Das zeigt sich auch zunehmend in Übergriffen gegen jüdische Mitbürger, mit denen man in Kleinstädten wie Rothenburg bislang friedlich zusammengelebt hat.
Abstammungsnachweis
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Orginalvordruck zur Feststellung arischer Abstammung:
"Vom Gesuchsteller mit Tinte auszufüllen!"
 

 


© 2000-2018 rolf diba, letzte Aktualisierung: 16.10.2003 09:34 Uhr

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