Grossvater
"Grüße aus dem Feindesland" steht auf dieser Karte von Heinrich B. aus Frankreich. Und: "Ich freue mich auf das baldige Wiedersehen!"

Grüße aus dem Feindesland...

Mit großem Hurra-Geschrei beginnt im Sommer 1914 der Feldzug gegen Frankreich und zugleich der erste Weltkrieg. Anstatt eines schnellen Sieges gab es einen unvorstellbar grausamen Grabenkampf für den die Schlacht um Verdun ein Synonym wird. Etwa 10 Millionen Kriegstote und rund 20 Millionen Verwundete sind zu beklagen. Der bis 1918 dauernde Krieg verändert Europa und die Welt nachhaltig ­ und der folgende Zweite Weltkrieg hat unübersehbar einige Wurzeln im Ergebnis des ersten Weltkriegs.

"...er reißt das Fernglas hoch. Schreit: Atemschützer anlegen!...das ist das Gas. Alle Augen saugen sich an der Wolke fest... Herr Hauptmann!.. es erscheinen gedrängt Gruppen von Menschen. Jetzt kommt unsere Infanterie zurück? Vereinzelt? ... nun brüllt er kochend: Jungs, das ist der Feind, Engländer! Aufsatz tief, aber nur schießen, wenn ihr ordentlich reinhauen könnt, Munition sparen! Richten, richten, Schuß! ­ Da fliegt eine ganze Gruppe von Menschen in die Luft..."

(aus dem Buch "Heeresbericht" von Edlef Köppen, "dem klassischen Werk der deutschen Antikriegsliteratur, das hundertausende Leser finden müsste ­ in Deutschland und in allen anderen Ländern" wie Ernst Toller geschrieben hat. Der Roman ist 1930 erschienen und wurde 1935 verboten. Neben Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues" gehört er zu den großen Werken, die den Krieg als von Regierungen befohlenen Mord entlarven).

 

 


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